Konzerthinweis

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Vereinschronik

Vom Gesangverein „Singkränzchen“ über den „Liederkranz 1881“ zu den „GreatHouseVoices“ Großenhausen

Am 1. Februar 1878 kam der Lehrer Christian Oeste von der Volksschule in Niederrodenbach an die einklassige Volksschule in Großenhausen, an der er bis 1899 wirkte. Als Musikliebhaber gründete er mit gleichgesinnten Männern im Jahr 1881 den „Gesangverein Singkränzchen“ in Großenhausen. Zu den Gründungsmitgliedern zählten August Back, Georg Breidenbach, Heinrich Häuser, Friedrich Wilhelm Kultau, Wilhelm Lotz (Nr. 1), Heinrich Mehring, August Müller (Gastwirt), August Müller (Gastwirt-Sohn), Christian Oeste (Lehrer und Dirigent), Hansjörg Reitz, Konrad Schneider, Peter Schneider.

Am 10.7.1884 ist in der Großenhäuser Schulchronik vermerkt, dass der Lehrer Christian Oeste wegen des Bruchs beider Beine sieben Wochen vertreten werden musste. Als junger Dirigent des „Singkränzchen Großenhausen“ habe er mit Vereinsmitgliedern an einem Sängerfest in Hailer teilgenommen und sei auf dem Heimweg in der Nacht über den Rauen Berg über einen Draht gestolpert. Die Schulchronik vermerkt Auftritte des Singkränzchens bei den Schul-Weihnachtsfeiern der Jahre 1899, 1902, 1905, 1908 und 1909.

Eine Vereinsfahne mit dem Leitspruch „Gott mit uns“ wurde von den Frauen des Vereins im Jahre 1889 gestiftet.

Als Vereinslokal diente zunächst das Gasthaus Müller, dann das Schulhaus und ab 1919 die Gastwirtschaft Breitenbach.

1900 übernahm W. Hermann das Dirigat, 1906 folgte Lehrer Schmidt, 1907 Lehrer Heinrich Kühneweg. Von 1914 bis 1919 ruhte die Vereinstätigkeit. 1919 übernahm Dirigent Philipp Knopp die Chorleitung. 1924 folgte Lehrer Wilhelm Bethge aus Eidengesäß. Von 1933 bis 1936 gab es eine Unterbrechung der Vereinstätigkeit, 1936 leitete Lehrer Krauskopf sen. aus Geislitz den Chor, der von 1936 bis 1946 wieder zum Erliegen kam. 1946 übernahm Berufsdirigent Geier aus Offenbach die Chorleitung, von 1947 bis 1950 Wilhelm Schleuning aus Eidengesäß.

Die Anfänge nach dem Zweiten Weltkrieg gehen auf die Sport- und Kulturgemeinschaft Großenhausen zurück, in die der Gesangverein eingegliedert war. Nach dem Weltenbrand entwickelte sich das Vereinsleben langsam und unter Aufsicht der Siegermächte. Der Ausschuss für Kultur und  Sport des Kreises Gelnhausen erteilte in seiner Sitzung vom 27. März 1947 der Sport- und Kulturgemeinschaft die Genehmigung zur Aufnahme ihrer Tätigkeit. Vorsitzender der Sport und Kulturgemeinschaft war Konrad Breitenbach, Kassenwart Karl Breitenbach, Schriftführer Josef Kohl. 

Im November 1950 übernahm der Schreinermeister Wilhelm Gertmann die Leitung des Chores. Er hatte als Kind Violinunterricht und war bereits als 17-Jähriger Vizedirigent. Die Kenntnisse zur Leitung eines Chores hatte ihm Wilhelm Bethge beigebracht. Beschlossen wurde dies auf einer Vorstandssitzung unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden Wilhelm Breitenbach. Dem Vorstand gehörten damals außerdem Franz Röttcher (2. Vorsitzender), Josef Kohl (Schriftführer), Wilhelm Gertmann II (Kassierer) sowie die Beisitzer Heinrich Häuser, Karl Philipp Breitenbach, Karl Müller, Karl Weigelt, Sophie Schneider, Emma Herbst und Heinrich Breitenbach an. Der Vertrag sah vor, dass Dirigent WIlhelm Gertmann für eine Probenstunde im Männerchor 5 DM, für eine Probenstunde im Gemischten Chor 3 DM erhalten soll. 30 Sängerinnen und Sänger waren damals aktiv, die Singstunden fanden samstags statt.

1952 beschloss die Generalversammlung, den Verein in Gesangverein „Liederkranz“ Großenhausen umzubenennen. Im Jahr darauf übernahm der bisherige Geschäftsführer Josef Kohl den Vorsitz. Als sein Stellvertreter wurde Heinrich Reitz gewählt. Kohl behielt das Amt bis 1960. Bestrebungen, einen gemischten Chor am Leben zu erhalten, war kein Erfolg beschieden. Mitte der 1950er Jahre war das Singen in Großenhausen reine Männersache.

1953 teilte sich die Sport- und Kulturgemeinschaft in einen Fußballsportverein, einen Schützenverein, einen Radfahrverein und in den „Männergesangverein Liederkranz Großenhausen“.

maennerchor 50er jahre

1960 übernahm August Friedrich Herbst das Amt des 1. Vorsitzenden, zum Stellvertreter wurde August Stein gewählt. Für den Männerchor waren es schwierige Zeiten: Zum Mitgliederschwund kam der mangelnde Besuch der Chorproben. 1963 gab August Friedrich Herbst das Amt ab, sein Vorgänger Josef Kohl wurde zum Nachfolger bestimmt. Dieser musste am 2. Oktober 1965 auf der Hauptversammlung feststellen, dass der Gesangverein "Liederkranz" aufgrund des unzureichenden Probenbesuchs vorerst stillgelegt werden muss. Es wurde zwar eine weitere Singstunde für die darauffolgende Woche verabredet, der aktive Gesang kam aber im November 1965 vollständig zum Erliegen. Im Februar 1966 bekannten sich 23 Sänger dazu weiterzumachen. Es gab einen Wechsel an der Vereinsspitze: Fritz Helfrich löste Josef Kohl als Vorsitzender ab.

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Der Probenbesuch ließ aber weiterhin zu wünschen übrig, sodass der Vorstand 1967 beschloss, Kontakt mit dem Frauenchor aufzunehmen mit dem Ziel, einen gemischten Chor ins Leben zu rufen. Bürgermeister Geiger wurde beauftragt, "in einem Rundschreiben alle Frauen und Mädchen anzuschreiben, dass sie sich dem Gesang widmen sollen". Und auf der Generalversammlung am 16. Dezember 1967 konnte der Vorstand stolz berichten, dass 16 Frauen und Mädchen sich für den neuen Chor angemeldet hätte. Diese übernahmen gleich Verantwortung: Elisabeth Henze wurde in den Vorstand gewählt.

Im Jahr 1968 übernahm Wilhelm Müller den Vorsitz. Bereits seit 1964 hatte er dem Vorstand als 2. Vorsitzender angehört. Seine Amtszeit fiel mit der Blüte des Gemischten Chores in Großenhausen zusammen, der mehr und mehr Zuspruch erhielt. 45 Sängerinnen und Sänger nahmen an der ersten Chorprobe nach der Hauptversammlung im Februar 1969 teiI. 

1970 trat der Verein dem Hessischen und Deutschen Sängerbund bei.

1971 feierten Feuerwehr und Gesangverein gemeinsam Jubiläum. Die Sänger ihr 90., die Feuerwehr ihr 75. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein 44 aktive und 46 passive Mitglieder, sieben Ehrenmitglieder (Philipp Breitenbach, Karl Ph. Breitenbach, Karl Häuser sen., Wilhelm Gertmann, Heinrich Herbst, Wilhelm Breitenbach, Wilhelm Lotz, Heinrich Häuser) und einen Ehrenvorsitzenden (Georg Reitz). Der Vorstand bestand aus: Wilhelm Müller (1. Vorsitzender), Josef Kohl (2. Vorsitzender), Karl Häuser (Kassierer), Margarete Hofmann (Schriftführerin), Hermann Braun (stellv. Schriftführer) und fünf Beisitzern.

1972 wird Karl Häuser sen. zum neuen Ehrenvorsitzenden ernannt.

Beim Konzert-Liederabend am 29.11.1975 mit dem Weibel-Trio in der Vereinsgaststätte „Zum Adler“ wurde Chorleiter Wilhelm Gertmann für 25-jährige Chorleitertätigkeit geehrt.

1977 übernimmt der junge Gerd Zellmann die Leitung des gemischten Chores. Dazu hieß es in einem Bericht über das Kreischorkonzert 1977: „Einem jungen Dirigenten, Gerd Zellmann, muß man bescheinigen, daß der Liederkranz von Großenhausen sich erneuert, denn die vielen Jugendlichen im Chor zeugen davon, daß der Chor wieder aufblühen wird.“ Im selben Jahr gibt die eineinhalb Jahre zuvor von Zellmann ins Leben gerufene Jugend-Instrumentalgruppe ihr Konzertdebüt in der Vereinsgaststätte.

Beim Kreis-Chorkonzert am 12.11.1978 in der Konzerthalle Bad Orb trat man als Chorgemeinschaft Liederkranz Großenhausen/Frohsinn Hailer auf. Am 18. November beim Benefizkonzert der Linsengerichter Chöre zugunsten der Lebenshilfe wiederum als Liederkranz Großenhausen unter der Leitung von Gerd Zellmann.

Am 5.1.1979 übernahm Hans Rabe das Amt des Ersten Vorsitzenden. Vorgänger Wilhelm Müller, der aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten wollte, wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt. Zum Vorstand gehörten weiterhin Helga Lotz (Kassiererin), Margarete Hofmann (Schriftführerin), Karl Sawatzki (Notenwart), Ingrid Frettlöhr, Willi Gertmann, Walter Pfannkuch und Fritz Gerhold als Beisitzer. Josef Kohl zog sich nach 32 Jahren Vorstandstätigkeit aus dem Gremium zurück.

Am 9.2.1979 gab es den Gemeinschaftsmaskenball von Liederkranz und Freiwilliger Feuerwehr im Saale Breitenbach, am 25.2. folgte an selber Stelle ein Kindermaskenball.

Parallel dazu ging der Verein in die Öffentlichkeit, um neue Mitglieder und vor allem neue Männerstimmen zu gewinnen. Unter anderem wurden Fotos mit kurzen Texten veröffentlicht, in denen Mitglieder ihre Motivation für den Eintritt in den Verein darlegten.

Das Frühlingsfest am 12. und 13.5.1979 fand in der Scheune „Mehrzweckhalle“ von Friedel und Erika Schlott statt – mit Chorkonzert, Blaskapelle, Tanz.

Am 9.9.1979 wurde der Bevölkerung der für die allgemeine Nutzung bestimmte Grillplatz des Liederkranzes mit Sandsteintheke, Grill und Ruhebänken der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Platz wird 1982 zur Zielscheibe von Rowdys und mutwillig zerstört. Tatsächlich wurden nach Anzeige drei Übeltäter von der Polizei ermittelt und dazu gezwungen, den Platz wieder herzurichten.

Auf der Jahreshauptversammlung am 4.1.1980 konnte Hans Rabe eine positive Bilanz der Werbeaktionen ziehen. Zehn neue Sängerinnen und Sänger seien hinzugekommen. Margarete Hofmann, langjährige Schriftführerin, verzichtete auf ihr Amt. Zur Nachfolgerin wurde Marie Therese Pfannkuch bestimmt. Zum 100. Jubiläum sollte zusammen mit der Feuerwehr ein Fest in angemessenem Rahmen auf dem Steines ausgerichtet werden. Neu im Verein waren unter anderen: Rudi Baltruschat, Helmut Bock, Gerhard Geiger, Josephine Fürstenhöfer, Wilma und Willi Reitz sowie Gerda und Karlheinz Reus.

Am 8.5.1980 wurde das Jahr 1881 als Gründungsjahr des Vereins „gemeindeamtlich festgestellt“.

Die Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum wurden am 25.4.1981 mit einem Jubiläumskonzert in der evangelischen Kirche begonnen. Es folgten ein Freundschafts- und ein Wertungssingen. Höhepunkt waren die Festtage vom 18. bis 22. Juni, eröffnet mit einem Festzug, an dessen Spitze Landrat Hans Rüger lief.

Zum Jubiläum erhielt der Verein in einer Feierstunde am 7.6.1981 auf dem Hessentag im Bürgerhaus Bürstadt von Kultusminister Hans Krollmann die Zelter-Plakette verliehen.

Beim Festkommers am 9.5.1981 im Gasthaus „Zum Adler“ wurde Elisabeth Henze für 60-jähriges aktives Singen geehrt.

Weitere Veranstaltungen im Jubiläumsjahr waren unter anderem ein musikalischer Nachmittag im Vereinslokal mit gemischtem Chor, Jugendchor Linsengericht und der Jugendinstrumentalgruppe Großenhausen. Am 14.12.1981 gab es zudem einen Familienabend mit Sketchen und musikalischer Unterhaltung.

Auf der Jahreshauptversammlung am 8.1.1982 fanden turnusgemäß Neuwahlen statt. Der Vorstand um Vorsitzenden Hans Rabe und Notenwart Karl Sawatzki verjüngte sich durch Jürgen Kiel (1. Kassierer), Manfred Groh (1. Schriftführer), Sabine Lotz (Beisitzerin, Vizedirigentin). Der bisherige 2. Vorsitzende Wilhelm Müller gab sein Amt an August Müller ab, gehörte dem Vorstand aber weiterhin als 2. Notenwart an. Helga Lotz und Rosi Pfannkuch wurden stellvertretende Kassiererin und stellvertretende Schriftführerin. August Friedrich Herbst wurde auf Vorschlag des Vorstands zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

1983 wirkte der Liederkranz unter der Leitung von Gerd Zellmann an der Produktion der Schallplatte „Linsengericht singt und musiziert“ mit, die im zum Tonstudio umfunktionierten Bürgersaal Eidengesäß über die Bühne ging. Begleitet von der Instrumentalgruppe wurde der Finken Walzer (Quanz/Weingarten) aufgenommen.

Die „Gummernkerb“ des Jahres wurde vom Gesangverein ausgerichtet. Nachdem die Kerbburschen Stefan Juraschek, Erhard Häuser, Thomas Häuser und Jürgen Pfaff die Kerb ausgegraben hatten, ging ein dreitägiger Festmarathon über die Bühne, mit Blasmusik, Tanzkapellen und „Bier zum Freundschaftspreis“

Ein Wechsel an der Spitze stand auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung vom 6.1.1984: Josef Kohl folgt als Vorsitzender auf Hans Rabe, der das Amt für fünf Jahre innehatte, Rudi Baltruschat als stellvertretender Vorsitzender auf August Müller, Helga Lotz wurde wieder 1. Kassiererin (2. Lis Bentele) und Schriftführer blieb Manfred Groh (2. Sf: Rosi Pfannkuch). Notenwart Karl Sawatzki wurde ebenso im Amt bestätigt wie sein Stellvertreter Wilhelm Müller (Beisitzer) und Emma Herbst (Beisitzerin). Zu diesem Zeitpunkt sangen 40 Sängerinnen und Sänger im gemischten Chor. Der Verein zählte 110 Mitglieder.

Im Dezember 1984 wurde Dirigent Gerd Zellmann nach acht Jahren Tätigkeit in Großenhausen verabschiedet. An seine Stelle trat Harald Dittmeier aus Lieblos.

Auf der Jahreshauptversammlung im Januar 1985 schlug Vorsitzender Josef Kohl Alarm: Dem Liederkanz drohte die Überalterung, einer hohen Zahl von Ehrenmitgliedern stünden immer weniger aktive und passive Mitglieder gegenüber. Es sei zudem nicht gelungen, den gemischten Chor zu verjüngen.

Die Entwicklung setzte sich fort: Mitte Oktober 1986 titelte die Heimatzeitung: „Sängerschwund in Großenhausen – „Liederkranz“ muß aufgeben“. Die Zahl der aktiven Sängerinnen und Sänger sei derart rückläufig, dass eine Chorarbeit nicht mehr möglich sei, erklärte der Vorstand.

Im März 1987 wurden August Friedrich Herbst für 50-jährige, Josef Kohl, Karl Häuser, August Müller, Wilhelm Müller und Heinrich Trippel für 40-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. 25 Jahre aktive Sängerinnen waren zu diesem Zeitpunkt Lieselotte Breitenbach, Helga Lotz und Lina Kühlmeyer. Anneliese Trippel war aktiv seit 40 Jahren.

Im Mai 1987 stellt der Erwachsenenchor seinen Betrieb ein.

Im Oktober 1987 wurde der Kinderchor unter der Leitung von Sabine Lotz auf Initiative des neuen Vorsitzenden Rudi Baltruschat und mit Unterstützung von Manfred Groh und Margot Müller neu gegründet.

Am 11. März 1987 erhielt Emma Herbst die Goldene Ehrennadel des Sängerbundes für 40 Jahre Mitgliedschaft.

Eine erfreuliche Entwicklung des Kinderchores, der mittlerweile auf 39 Kinder angewachsen war, konnte der Vorstand bei der Jahreshauptversammlung am 25.1.1989 feststellen. Dem Verein gehören 152 Mitglieder an. Es bestünde dennoch keine Aussicht, wieder einen Erwachsenenchor ins Leben zu rufen, so Rudi Baltruschat. Ilse Pfaff wurde als Beisitzerin von Wilhelm Müller abgelöst. Chorproben fanden nun in der Alten Schule statt. Die Überlegungen gingen dahin, neben dem Kinderchor noch einen Jugendchor ins Leben zu rufen.

Am 30.8.1989 erhält Wilhelm Müller den Ehrenbrief des Landes Hessen aus den Händen von Landrat Karl Eyerkaufer.

Jahreshauptversammlung am 4.1.1991 brachten Neuwahlen: Rudi Baltruschat wurde als 1. Vorsitzender bestätigt. Roswitha Gerhold wurde als Nachfolgerin von Rosi Pfannkuch zur 1. Kassiererin gewählt. Zweiter Vorsitzender wurde Manfred Groh, der auch als Schriftführer fungierte. Beisitzer bleiben Margot Müller und Wilhelm Müller.

1992 schlüpften die Großenhäuser Kinder nach dem beruflich bedingten Abschied von Chorleiterin Sabine Lotz kurzfristig unter die Fittiche des evangelischen Kinder- und Jugendchores Gelnhausen. Es folgten mehrere Dirigentenwechsel: Sandy Wrede (1992), Renate Wagenhäuser (1992-1993), Christina Trageser (1994-1995) und vor allem Elfriede Krämer (1996-2000) standen abwechselnd an der Spitze. Sabine Lotz leitete weiterhin den Jugendchor.

Die Jahreshauptversammlungen im Jahr 1995 und am 20.3.1997 im Feuerwehrhaus bestätigten den Vorsitzenden Rudi Baltruschat.

Im März 1997 gelang es, unter der Leitung von Dirigent Martin Winter wieder einen gemischten Erwachsenenchor ins Leben zu rufen. Am 6. März trafen sich Interessierte Großenhäuser im Feuerwehrhaus. Der Verein hatte mit einem Flugblatt geworben: „Wir waren ein Gesangverein und wollen wieder einer werden.“ 26 feste Anmeldungen gab es daraufhin.

Zur Weihnachtsfeier am 31.11.1997 wurden für 25 Jahre passive Mitgliedschaft geehrt: Waltraud Breitenbach, Inge Gertmann, Lydia Häuser, Marie Henze, Lina Kühlmeyer, Frieda Rabe, Elfriede Fenchel, Wilhelm Breitenbach, Hans Rabe und Walter Pfannkuch. Seit 40 Jahren dabei waren: Heinrich Häuser, Wilhelm Herbst, Heini Herbst, Wilhelm Lotz und Paul Breitenbach, seit 50 Jahren Selma Häuser, Anneliese Trippel, Elise Bock, Karl Häuser, Willi Herbst, Heinrich Herbst, Josef Kohl, Konrad Krebs, August Müller, Heinrich Reitz, Hans Sawatzki, Wilhelm Schlott und August Schlott.

Für 25 Jahre aktives Singen wurden geehrt: Helga Lotz, Ilse Pfaff und Edith Trippel. Lieselotte Breitenbach und Adolf Pfaff für 40 Jahre, Wilhelm Müller für 50 Jahre.

Zur Jahreshauptversammlung am 18.4.1998 berichtete Vorsitzender Rudi Baltruschat von einer positiven Tendenz beim gemischten Chor. Der Kinderchor verfüge in seinem elften Jahr über 30 Nachwuchssänger. Bei den Nachwahlen zum Vorstand wurden Elke Hess als 2. Vorsitzende und Norbert Daxenbichler zum 2. Schriftführer gewählt.

Im April 2000 endete das Engagement von Elfriede Krämer als Leiterin der Kinderchores.

Ab Mai 2000 leitete Anja Riethausen den Großenhäuser Kinderchor, an dem sich 22 Kinder zwischen vier und 12 Jahren beteiligten. Betreut wurde der Chor seit vielen Jahren von Edeltraut Arnold, Mareike Breitenbach und Roswitha Gerhold.

Auf der Jahreshauptversammlung Anfang März 2001 übernahm Mareike Breitenbach das Amt der Ersten Vorsitzenden von Rudolf Baltruschat. Stellvertreterin wurde Edeltraut Arnold, Kassiererin Roswitha Gerhold, stellvertretende Kassiererin Rosemarie Edom, Schriftführerin wurde Waltraut Breitenbach, ihr Stellvertreter wurde Alexander Müller. Beisitzer wurden Valentin Remmel und Tanja Müller. Pressewart wurde Heinz Weidenbach. Rudolf Baltruschat wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die langjährige stellvertretende Kassiererin Ilse Pfaff wurde ebenfalls verabschiedet. Der Gesangverein zählte 126 Mitglieder, davon 27 aktive Kinder und 36 aktive Erwachsene.

Zum 120. Jubiläum richtete der Verein ein großes Sängerfest am 9. und 10. Juni 2001 im Sport- und Kulturheim aus. Auf dem Programm stand unter anderem ein ökumenischer Gottesdienst, ein Freundschaftssingen und Tanzmusik.

Beim Kirchenkonzert musste Kinderchorleiterin Anja Riethausen kurzfristig für den erkrankten Chorleiter Martin Winter einspringen. Winter verzichtete später ganz auf das Engagement beim gemischten Chor und Riethausen füllte diese Lücke, berichtetet Vorsitzende Mareike Breitenbach zur Jahreshauptversammlung im März 2002. Der Verein zählte seinerzeit 108 Mitglieder, davon 16 aktive Kinder und 31 aktive Erwachsene.

Zur Jahreshauptversammlung im April 2003 standen Neuwahlen an. Mareike Breitenbach wurde als Vorsitzende bestätigt, Stellvertreterin blieb Edeltraut Arnold (Notenwartin) Kassiererin Roswitha Gerhold (Stellvertreterin Rosemarie Dom), Schriftführerin Waltraud Breitenbach (Stellvertreterin Verena Breitenbach), Beisitzer Valentin Remmel und Marion Daxenbichler, Pressewart Heinz Weidenbach. Der Verein zählte 104 Mitglieder, elf Kinder und 34 Erwachsene waren in den Chören aktiv.

Zum dritten Mal in Folge wurde Mareike Breitenbach im April 2005 zur Vorsitzenden gewählt. Ebenso bestätigt wurden Edeltraut Arnold (Stellvertreterin) sowie Roswitha Gerhold (1. Kassiererin) und Rosemarie Edom (2. Kassiererin). Waltraud Breitenbach blieb Schriftführerin, Verena Breitenbach ihre Stellvertreterin. Marion Daxenbichler wurde zur Beisitzerin und Heinz Weidenbach zum Pressewart gewählt. Der Verein zählte 98 Mitglieder, 13 Kinder und 25 Erwachsene waren in den Chorgruppen aktiv.

Im Juni 2005 übernahm Matthias Heil die Leitung des gemischten Chores.

Im Jahre 2006 standen die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen im Mittelpunkt. Begangen wurde es mit einem Kommersabend im Sport- und Kulturheim. Unter der Leitung von Matthias Heil traten der gemischte Chor und der neu ins Leben gerufene Projektchor des Liederkranzes auf. Ausgezeichnet wurden: Rudolf Baltruschat (25 Jahre aktiv) Josef Kohl und Wilhelm Müller (60 Jahre Mitgliedschaft), Lieselotte Breitenbach und Wilhelm Breitenbach (50 Jahre im Verein), Edith Trippel und Helga Lotz (30 Jahre im Verein). 60 Jahre Mitgliedschaft: August Müller, Karl Häuser, August Schlott, Heinrich Reitz, 50 Jahre: Willi Herbst Heinrich Häuser, Wilhelm Lotz, Paul Breitenbach, Elise Bock, 40 Jahre: Ilse Pfaff, Margot Müller, 30 Jahre: Gisela Häuser, Inge Gertmann, Elfriede Fenchel, Waltraud Breitenbach, Hans Rabe, Günter Trippel, Wolfgang Kümmel, Edith Wolf, Walter Pfannkuch, Ilse Häuser, Walter Krebs, Marie Henze, Frieda Rabe, 25 Jahre: Hubert Lewalter, Willi Reitz, Helmut Fuhrmann, Elisabeth Baltruschat, Elke Hess, Ute Rack, Wilma Reitz, Richard Reitz, Marie Michaelis

2007 hatte Matthias Heil auch die Leitung des Kinderchores inne, unter seiner Leitung wird das Musical „Ritter Rost“ einstudiert und aufgeführt. Zum ersten Mal richtete der Verein, ergänzend zum traditionellen Fronleichnams-Grillfest, eine Sonnwendfeier auf dem Festplatz aus. Die Mitgliederzahl betrug 106, davon waren 23 Kinder und 23 Erwachsene in den Chören aktiv.

Zur Jahreshauptversammlung 2008 im evangelischen Gemeindehaus berichtete die wiedergewählte Vorsitzende Mareike Breitenbach von einer weiteren Schwächung des Kinderchores. Nach der Aufführung des Musicals „Ritter Rost“ seien einige junge Sänger abgesprungen. Zurzeit zähle der Verein 97 Mitglieder, acht Kinder und 21 Erwachsene seien in den Chören aktiv. Gewählt wurden Edeltraut Arnold (2. Vorsitzende), Roswitha Gerhold (1. Kassiererin), Horst Gumpfer (2. Kassierer), Marion Daxenbicher (Schriftführer) und Ralf Kynast (stellv. Schriftführer, Pressewart), Waltraud Breitenbach und Elvira Metschan (Beisitzer). Der Kinderchor sollte nach den Sommerferien mit einem neuen Konzept wiederbelebt werden.

Im Mai 2008 verstarb Ehrenvorsitzender Rudolf Baltruschat im Alter von 75 Jahren. Zwölf Jahre war er Vorsitzender ein Jahr lang 2. Vorsitzender des Vereins.

Joachim Lotz übernahm im Mai 2010 die Leitung des gemischten Chores und formierte diesen gegen Ende des Jahres zu einem Frauenensemble um.

Im August 2010 hob Joachim Lotz einen Gospel-Projektchor aus der Taufe. Die erste Probe fand am Mittwoch, den 18. August statt. Die Resonanz war überaus positiv. Über 40 Personen nahmen an dem kostenlosen Projekt teil und fanden großen Gefallen am Gospelgesang und an moderner Chorliteratur. Unter den Sängerinnen und Sängern waren auch viele, die bisher noch nie oder lange nicht mehr in einem Chor gesungen haben. Ziel war ein Gospel-Konzert aus Anlass des 130-jährigem Bestehens des Vereins im Jahr 2011.

Am 26. März 2011 gab der Projektchor sein Konzert mit Band in der Sport-und Kulturhalle Großenhausen. Nach Ende des Projekts und dem erfolgreichen Konzert blieben über 30 Sänger/innen den „GreatHouseVoices“ treu. Aus dem Projektchor wurde eine eigene Chorgruppe.

Auf der Jahreshauptversammlung am 27.4.2011 gab es personelle Veränderungen. Carsten Müller löste Mareike Breitenbach als Vorsitzender ab, Neue stellvertretende Vorsitzende wurde Irene Hornick, Kassiererin Roswitha Gerhold, 2. Kassiererin wurde Birgit Haschberger, Elivra Metschan Schriftführerin, Astrid Henze, Marion Daxenbichler und Rolf Liborius wurden zu Beisitzern gewählt.

2012 gewann das Frauenensemble des Vereins beim Chorwettbewerb in Altenmittlau den ersten Preis in der Kategorie „Frauenchöre“.

Beim Chorwettbewerb in Bad Soden Salmünster 2016 war das – mittlerweile in GreatHouseLadies – umbenannte Frauenensemble erneut erfolgreich.

Am 27.7.2016 verstarb der Ehrenvorsitzende Wilhelm Müller im Alter von 94 Jahren. Unter seiner Mitwirkung hat sich der Verein in den 1960er und 1970er Jahren positiv weiterentwickelt. Als Vorsitzender, stellvertretender Vorsitzender und Beisitzer sowie als stellvertretender Notenwart setzte er wichtige Impulse. Als aktiver Sänger im Bass stand er dem Chor über Jahrzehnte zur Verfügung.

Ende 2016 wurde eine neue Chorgruppe – zunächst als Projekt – gegründet. Die GreatHouseYouth sind ein Chor für Jugendliche und junge Erwachsene und proben unter der Leitung von Sabrina Lotz für ein gemeinsames Konzert mit den übrigen GreatHouse-Chören am 29. Oktober 2017.

Seit Ende Mai 2017 nennt sich der Verein nicht mehr „Liederkranz“ Großenhausen sondern „GreatHouseVoices“ Großenhausen e.V. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am GreatHouseYouth-Projektchor traten dem Verein bei und die GreatHouseYouth wurden, unter der Leitung von Sabrina Lotz, somit eine feste dritte Chorgruppe unter dem Dach der GreatHouseVoices. Im Herbst 2017 erreichten die Ladies beim Chorwettbewerb „Freigeist“ in Somborn den dritten Platz in der Kategorie der großen Frauenchöre.

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